Kürzung der Photovoltaik Einspeisevergütung geplant

Your ads will be inserted here by

Easy Plugin for AdSense.

Please go to the plugin admin page to
Paste your ad code OR
Suppress this ad slot.

 Der Streit zwischen den Ministern Rösler und Röttgen über die Zukunft der Solarförderung ist offenbar beigelegt, beide haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Wirklich überraschend ist das Ergebnis in seiner Grundtendenz nicht, die Marschrichtung hatte sich in den letzten Wochen bereits abgezeichnet. Die von Rösler geforderte starre Obergrenze für den Zubau ist vom Tisch, dafür werden bei der Höhe der Förderung weitere Abstriche gemacht. Die Einspeisevergütung wird also schneller sinken, als dies bislang im Erneuerbare Energien Gesetz vorgesehen ist. Ein wenig überraschend ist, dass Großanlagen besonders hart von den Kürzungen betroffen sein werden. Allerdings hatte Umweltminister Röttgen wiederholt betont, dass auch Fragen der Netzstabilität mit der Novellierung des EEG angegangen werden sollen. Insofern erscheint es konsequent, dass solare Großkraftwerke ins Zentrum der Kürzungsbeschlüsse gerückt sind. Solche Anlagen verursachen besonders hohe Leistungsschwankungen, wenn sie kurzfristig von einer Wolke verdeckt werden.

Die Beschlüsse im Detail

Der für den 01. Juli vorgesehene Kürzungsschritt der wird auf den 01. April vorgezogen. Damit erfolgt nur drei Monate nach der zum Jahresanfang vorgenommenen Kürzung um 15 Prozent ein weiterer Kürzungsschritt. Dieser fällt darüber hinaus härter aus, als bislang geplant. Anstelle einer einheitlichen Kürzung um 15 Prozent wird die Förderung für Großanlagen um 30 Prozent abgesenkt, für mittelgroße Anlagen um 25 Prozent und für kleine Dachanlagen um 20 Prozent. Darüber hinaus wird die staatliche Förderung nur noch für maximal 90 Prozent des von einer Anlage erzeugten Stroms gewährt. Die Restmenge muss also selbst verbraucht oder ohne Subventionierung vermarktet werden. Künftig soll die Einspeisevergütung monatlich um etwa ein Prozent gekürzt werden.

Wer ist betroffen?

Die Betreiber privater Dachanlagen kommen vergleichsweise glimpflich davon, für sie fällt die Kürzung relativ moderat aus. Auch die Begrenzung der Förderung auf 90 Prozent der Strommenge dürfte für sie vergleichsweise geringe Auswirkungen haben, da sie den erzeugten Strom problemlos selbst verbrauchen können. Deutlich härter sind die Betreiber von Großanlagen betroffen. Sie müssen nicht nur eine höhere Kürzung hinnehmen, sondern dürften auch erheblich mehr Probleme haben, einen Eigenverbrauch der nicht geförderten Reststrommenge zu organisieren.

Bricht der Solarmarkt nun zusammen?

Die Solarbranche reagiert erwartungsgemäß: Sie geißelt den „Kahlschlag“ und malt düstere Zukunftsszenarien für die Solarindustrie aus. Experten der Verbraucherzentralen sehen dagegen keinen Grund zur Panik, sie halten sogar die neuen Fördersätze noch für zu hoch. Laut ihren Berechnungen wären Dachanlagen sogar mit einer Einspeisevergütung von 15 Cent pro Kilowattstunde noch rentabel, Großanlagen sogar mit zehn Cent. Auch interne Berechnungen der Solarbranche prognostizieren für Großanlagen bei einer Förderung von nur elf Cent pro Kilowattstunde noch Renditen von sechs Prozent. Nicht gerade wenig für eine risikoarme Geldanlage.

Leave a Reply