Solarförderung: Solaranlagen auch nach Kürzungen noch interessant

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Bild © sh193 – Fotolia.com

Die Kürzung der Förderung für Photovoltaik Anlagen scheint in sich ein unauflösbares Paradoxon zu bergen. Eigentlich soll sie dem Ziel dienen, den Zubau zu verlangsamen. Je höher aber die angekündigten Kürzungen ausfallen, desto stärker wird der Zubau forciert, weil Investoren noch von den bestehenden Regelungen profitieren möchten. Als Ausweg bliebe ein Überraschungscoup der Marke Röttgen, bei dem die Kürzungen nahezu zeitgleich mit der Verkündung der Kürzungspläne wirksam werden. Das allerdings greift so tief in die Planungssicherheit zahlreicher Unternehmen und Kunden ein, dass neben dem politischen Widerstand auch das rechtliche Problem des Vertrauensschutzes einigen Ärger bereitet. Das Beispiel Röttgen lädt nicht zur Wiederholung eines solchen übereilten Manövers ein. Auch die jetzt erzielte Einigung im Streit zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern löst dieses grundsätzliche Problem nicht.

Größere Dachanlagen werden begünstigt

Im Kern bleibt es bei den ursprünglich vorgesehenen Kürzungen, aber für größere Dachanlagen zwischen 10 und 40 Kilowatt Leistung wird eine eigene Förderstufe eingezogen. Für diese Anlagen wurde eine Einspeisevergütung von 18,5 Cent pro Kilowattstunde beschlossen, also zwei Cent mehr als ursprünglich vorgesehen. Damit steigt die Rentabilität dieser Anlagen erheblich. Auch die Begrenzung der Einspeisevergütung auf 80 Prozent des erzeugten Stroms, die ursprünglich für kleinere Anlagen vorgesehen war, wurde zurückgenommen. Betreiber erhalten nach wie vor für den gesamten Strom eine Vergütung. In Verbindung mit dem starken Preisverfall für Solarmodule sorgt das dafür, dass solche Anlagen nach wie vor interessant bleiben.

Fallbeil statt atmender Deckel?

Laut Planung der Bundesregierung sollen bis 2020 insgesamt Photovoltaik Anlagen mit einer Leistung von 52 Gigawatt installiert werden. Alle Versuche, diese Ziel durch eine kontinuierliche Feinjustierung der Förderung mit einem über diesen Zeitraum weitgehend gleichmäßigen Zubau zu erreichen, sind auf der ganzen Linie gescheitert. Jede Ankündigung, die Förderung aufgrund eines zu starken Zubaus zurückzufahren, führte zu den eingangs beschriebenen Vorzieheffekten. Jetzt hat man dieses Ziel daher aufgegeben, weswegen auch die geplante Absenkung des Zielkorridors für den jährlichen Zubau vom Tisch ist. Es bleibt unverändert bei 2,5 bis 3,5 Gigawatt. Da damit das Gesamtziel von 52 Gigawatt aller Voraussicht nach deutlich vor 2020 erreicht wird, wurde die Förderung entsprechend befristet: Sind die 52 Gigawatt erreicht, endet die jetzt beschlossene Förderung automatisch. Damit wird vermutlich abermals ein starker Vorzieheffekt ausgelöst werden, es dürfte zu einem Wettlauf um die letzten Fördergelder kommen. Ob das Fallbeil bei 52 Gigawatt wirklich so hart zuschlägt, steht indes in den Sternen. Die dann amtierende Regierung soll nach der jetzigen Vereinbarung Vorschläge zum weiteren Vorgehen unterbreiten. Ob die besonders photovoltaik-kritische FDP dieser Regierung noch angehören wird, ist alles andere als sicher.

One Response to “Solarförderung: Solaranlagen auch nach Kürzungen noch interessant”

  1. Photovoltaik Einspeisevergütung im zweiten Halbjahr 2012 Says:

    […] Philipp Rösler (FDO) und dem ehemaligen Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), die eine drastische Änderung des EEG zum 1. April 2012 durchgesetzt hatten, wieder Kontinuität eingekehrt. Im Bundesrat war die […]

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