Photovoltaik Einspeisevergütung im zweiten Halbjahr 2012

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Bild © PictureP. – Fotolia.com

Bei der Photovoltaik-Förderung ist nach dem konzertierten Handstreich aus dem März 2012 von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDO) und dem ehemaligen Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), die eine drastische Änderung des EEG zum 1. April 2012 durchgesetzt hatten, wieder Kontinuität eingekehrt. Im Bundesrat war die Änderung durchgefallen und lag bis Ende Juni dem Vermittlungsausschuss vor. Dessen Kompromiss wurde am 29. Juni 2012 durch die Ländervertretung gebilligt. Für das 2. Halbjahr 2012 und die weitere Handhabung der Photovoltaik-Förderung liegen nun wieder verlässliche Rahmenbedingungen vor.

Absenkung der Förderung um 20% bis 30%

Die generelle Senkung der Förderungssätze wurde akzeptiert, denn innerhalb der letzten Jahre sind die Kosten für Photovoltaik-Anlage um 50 % gesunken. Ersparnisse für PVA ergeben sich auch in anderen Bereichen, z.B. der Versicherung. Die durch das EEG angestrebte Marktfähigkeit ist schneller voran gekommen als noch vor wenigen Jahren gedacht.

Gleichzeitig hat der immense Kapazitätszubau zu einer bedeutenden Zunahme der Solarumlage im Strompreis geführt. Die zwei bis drei Cents jährliche Erhöhung im Preis pro Kilowattstunde, die sich die großen Energieversorger bisher jedes Jahr genehmigt haben, geht mittlerweile komplett für die Solarumlage „drauf“. Deutschland wird bis zum Jahresende die 30-MW-Grenze installierter Photovoltaik-Leistung überschreiten – die neue Regelung hat nun auch das Ende der Förderung bei 52 MW fest geschrieben. Nach Lage der Dinge dürfte der Zeitpunkt dafür bereits 2017 erreicht sein und nicht, wie von der Bundesregierung ausgegeben, 2020.

Absenkung der Fördersätze und monatliche Degression

Um die Entwicklung zu bremsen sah der Entwurf der Bundesregierung einen radikalen Kahlschlag vor, insbesondere bei PVA über 10 kW. Nun wird hier sogar eine neue Förder-Sparte eingeführt: Zwischen 10 kW und 40 kW erhalten AufDach-Anlagen jetzt eine Förderung von 18,5 Cent pro Kilowattstunde. Anlagen bis 10 kW erhalten 19,5 Cent pro in das öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde. Der ursprüngliche Ansatz, Freiflächen-Anlagen auf 13,5 Cent pro kW abzusenken, ist in eine Sonderregelung delegiert worden, die noch erarbeitet wird.

Die monatliche Degression von 1 % wurde bestätigt und gilt, wie auch die Fördersätze, rückwirkend zum 1. April 2012. Der „atmende Deckel“, der bisher jährlich (und nach Ansicht der Bundesregierung zu spät) auf den Kapazitätszuwachs reagiert hat, greift nun im Oktober 2012, wenn die Zuwächse des davor liegenden Quartals die Berechnungsgrundlage für die Fördersätze im November bilden. Der Zielkorridor von 2,5 bis 3,5 MW Zubau bleibt erhalten. In dieser Größenordnung beträgt die jährliche Degression 11,4 %. Bei Überschreitungen sind aber auch 29 % möglich.

Der Entwicklung der Photovoltaik wird diese Regelung nur wenig Abbruch tun. Derzeit haben die Erneuerbaren Energien insgesamt bereits einen Anteil von 25 % an der deutschen Stromproduktion erreicht.

3 Responses to “Photovoltaik Einspeisevergütung im zweiten Halbjahr 2012”

  1. Einspeisevergütungs-Programms Entwurf in Polen Says:

    […] neuen Förderprogramms für Erneuerbare Energien vor. Danach will das große östliche Nachbarland von Deutschland ebenfalls auf eine Einspeisevergütung orientieren und vom bisher geltenden Quotensystem abrücken. Der Entwurf gilt nicht nur für die […]

  2. Gesunkene Einspeisevergütung in Italien: Conto Energia V Says:

    […] als beim jährlichen Kapazitäts-Abgleich in Deutschland wurde in Italien bisher immer eine Fördersumme mit festen Laufzeiten aufgelegt, das so genannte […]

  3. Photovoltaikanlagen Vergütungssätze bis Januar 2013 Says:

    […] Strom aus Photovoltaikanlagen nach der neuen Novelle des Gesetzes zu den Erneuerbaren Energien aus dem Sommer 2012 berechnet. Grundlage dafür sind die Zahlen des Kapazitätszubaus, den die Bundesnetzagentur zum […]

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