Gesunkene Einspeisevergütung in Italien: Conto Energia V

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Bis zum Februar dieses Jahres galt Italien als Eldorado für Photovoltaik-Investoren. Nicht nur die bis zu 80 % stärkere Sonneneinstrahlung und die daraus resultierenden höheren Erträge, sondern auch die Solarförderung des italienischen Staates sorgten für hervorragende Rentabilität. Das Doppelte der deutschen Einspeisevergütung, ebenfalls auf 20 Jahre garantiert, und teilweise inflationsgeschützte Preise beim Stromhandel waren auch 2011 noch ein extrem attraktiver Anreiz für Investoren, obwohl die Regierung das Conto Energia IV bereits gekürzt hatte. Aber die Ausstattung mit 6 Millarden Euro war im Juli 2012 schon aufgebraucht und die Regierung zog die Reißleine. Aus der ursprünglich bis 2016 geplanten Förder-Periode wurde wieder nur ein kurzes Intervall, und das neue Conto Energia V daraufhin nun mit drastischen Kürzungen und verschärften Zugangskriterien versehen.

Ist das Conto V die letzte Solarförderperiode?

Seit dem 27. August ist die neue Regelung in Kraft und viele Experten glauben, dass es die letzte Förderperiode für den Solarstrom in Italien sein wird. Im Zuge der Gesetzesentwürfe, die Anfang März für große Unsicherheit in der Branche gesorgt hatten, ließ auch der italienische Ministerpräsident Mario Monti verlauten, dass ihm an einer weiteren Förderung der Solarenergie nicht gelegen sei. Der Kompromiss, der jetzt Gesetzeskraft erlangt hat, läuft darauf hinaus, den Ausbau der Photovoltaik in Italien bei 2 bis 3 GW Leistung zu deckeln.

Anders als beim jährlichen Kapazitäts-Abgleich in Deutschland wurde in Italien bisher immer eine Fördersumme mit festen Laufzeiten aufgelegt, das so genannte Conto Energia. Das Conto I lief von 2005 bis 2007, das Conto II von 2007 bis 2010.

Die Regelungen des Conto V

Mit der neuen Regelung will man die ausufernden Kapazitäten endlich in den Griff bekommen. Die Einspeisevergütung wurde in die Nähe der deutschen Fördersätze zurückgefahren. Um überhaupt eine Förderung zu erhalten, ist der Eintrag in das ausgeweitete Register für alle Anlagen über 12 kW nötig. Der letztmögliche Antragstermin für 2012 ist der 19. September. Zukünftig muss die Antragstellung bis 15 Tage vor Inbetriebnahme abgeschlossen sein.

Ausnahmen gibt es nur noch für Anlagen bis 50 kW, wenn sie mit einer Asbestdach-Sanierung oder der Konzentratortechnologie verbunden sind, oder für innovative Systeme und Projekte der öffentlichen Hand. Die Förderhöhe dafür ist jedoch auf 50 Millionen Euro beschränkt. Für alle anderen Antragsteller stehen im ersten Halbjahr des Conto V 140 Millionen Euro bereit. Diese Summe sinkt im 2. Halbjahr um 20 Millionen und im 3. Halbjahr noch einmal um 40 Millionen ab. Insbesondere Betreiber großer Solarparks dürften es schwer haben, eine Förderung zu erlangen.

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One Response to “Gesunkene Einspeisevergütung in Italien: Conto Energia V”

  1. Bulgarien will Solarförderung rückwirkend kürzen und Frankreich will weg von festen Einspeisevergütungen Says:

    […] der gesellschaftliche Konsens zu den erneuerbaren Energien schnell wanken. In manchen Fällen muss schon zurück gerudert werden, so wie in Spanien, das seine Solarförderung im Nachherein gekürzt […]

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