Aktuelle Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen in 2012

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© Ramona Heim – Fotolia.com

Der Atomausstieg und die damit verbundene Energiewende in Deutschland sind in vollem Gange. Erneuerbare Energien, wie zum Beispiel die Windkraft oder die Photovoltaik boomen und viele wollen derzeit von den hohen zu erwirtschaftenden Renditen profitieren. Dabei wird gerade die Photovoltaik in jüngster Zeit sehr kontrovers von Politik und Medien diskutiert. Der große Erfolg solcher Anlagen hat dazu geführt, dass die Umlagen auf die Stromkosten mittlerweile die Verbraucher stark belasten und die Anlagenbetreiber aufgrund gesunkener Solarmodulpreise hohe Renditen erwirtschaften. Die Bundesregierung hat deshalb beschlossen, das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) anzupassen und die Einspeisevergütungen den aktuellen Gegebenheiten und der Gesamtleistung der installierten Anlagen anzupassen. Hier ein kurzer Überblick über die aktuellen Regelungen und Mechanismen sowie ein Ausblick auf zukünftig zu erwartende Anpassungen.

Die Regelungen für die aktuelle Einspeisevergütung

Mit den letzten Beschlüssen der Bundesregierung wurde die Einspeisevergütung für Anlagen, die ab dem 1.4.2012 in Betrieb gegangen sind an folgende neue Grundregeln gekoppelt:

– die Sätze für die Einspeisevergütung wurden gesenkt
– ab sofort verringern sie die Einspeisevergütungen monatlich automatisch (ist eine Anlage erst mal in Betrieb und abgenommen, bleiben die Sätze zum Inbetriebnahme Zeitpunkt natürlich weiterhin über 20 Jahre unveränderlich und staatlich garantiert)
– der Eigenverbrauch wird nicht mehr wie zuvor gesondert vergütet
– die Betreiber von Dachanlagen haben nicht mehr die Möglichkeit den gesamten geernteten Strom eines Jahres sich vergüten zu lassen

Die verschiedenen Anlagenklassen

Die Einspeisevergütung ist zudem abhängig von der Anlagenklasse, die sich durch die Leistung und Installationsart ergibt. So sind bei Dachanlagen folgende Klassen definiert:

– Anlagen bis 10 kW
– Anlagen zwischen 10 und 40 kW
– Anlagen zwischen 40 und 1.000 kW
– Anlagen zwischen 1.000 kW und 10.000 kW (10MW)

Des Weiteren gibt es noch so genannte Freiflächenanlagen längs von Autobahnen und Schienenwegen und auf Konversionsflächen, sowie Dach- und Freiflächenanlagen mit einer Leistung von über 10 Megawatt.

Höhe der Einspeisevergütung für Dachanlagen

Inbetriebnahme   bis 10 kWp (Ct/kWh) 10 – 40 kWp (Ct/kWh) ab 40 kWp (Ct/kWh) ab 1.000 kWp bis 10 MWp (Ct/kWh)
Ab 01.04.2012 19,50 18,50 16,50 13,50
Ab 01.05.2012 19,31 18,32 16,34 13,37
Ab 01.06.2012 19,11 18,13 16,17 13,23
Ab 01.07.2012 18,92 17,95 16,01 13,10
Ab 01.08.2012 18,73 17,77 15,85 12,97
Ab 01.09.2012 18,54 17,59 15,69 12,85
Ab 01.10.2012 18,36 17,42 15,53 12,71

Mechanismen zur Steuerung des Photovoltaikzubaus (monatliche Degression)

Ein wichtiger Mechanismus, mit dem die Regierung den Zubau weiterer Solaranlagen steuern möchte ist die beschlossene monatliche Degression. Diese beinhaltet nach dem neuen EEG folgende Grundregeln:

– ab dem 1. Mai 2012 wird die Einspeisevergütung für Dachanlagen und Freiflächenanlagen monatlich abgesenkt (daher der Begriff Degression)
– bis zum 31. Oktober 2012 wird die Einspeisevergütung monatlich fest um jeweils ein Prozent abgesenkt. Ab dem 1. November 2012 kommt es dann zu einer variablen Absenkung. Dabei wird ein Grundabsenkungssatz von einem Prozent zu Grunde gelegt. Dieser verringert oder vergrößert sich automatisch, durch die Menge der in Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt installierten Solarleistung.

Ausblick zur Einspeisevergütung

Mit den neuen Regelungen zur Einspeisevergütung betreibt die Bundesregierung ein Spagat, um zum einen die Attraktivität von Photovoltaikanlagen für Investoren hoch zu halten und zum anderen die Kosten für die Energiewende nicht durch die Umlage auf den normalen Stromverbraucher abzuwälzen. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt und ob eventuell weitere Anpassungen des EEGs vorgenommen werden müssen.

One Response to “Aktuelle Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen in 2012”

  1. Ukraine: Solarförderung wurde angepasst Says:

    […] Der Attraktivität eines Solar-Investments in der Ukraine werden diese Kürzungen kaum schaden. Schließlich gleichen die weltweit stark gesunkenen Preise für Solarmodule die Reduzierungen leicht wieder aus. Den flächendeckenden Ausbau der Photovoltaik hat die Ukraine vor allem deswegen voran getrieben, um sich unabhängig von Gasimporten zu machen. Kaum ein Land der Welt hat einen so hohen Anteil an Gas im nationalen Energiemix wie die Ukraine (40%, zum Vergleich: EU 22%, USA 23%). Zudem werden Gas und Kohle in der Ukraine unter den schwersten Förderbedingungen in Europa gewonnen. Da war das Anlocken ausländischer Investoren für die Solarstromproduktion ein geschickter Schachzug, der nun relativiert werden kann. Schließlich verdienen die Betreiber von Freiflächen-Anlage immer noch fast das Dreifache ihrer deutschen Kollegen und auch die privaten Auf-Dach-Anlagen werden noch etwa doppelt so hoch vergütet wie in Deutschland. […]

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