„Faire Förderung“: Einspeisevergütung in Australien wird gekürzt

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© Thaut Images – Fotolia.com

Südaustralien ist einer der besten Photovoltaik-Standorte der Welt. Im subtropischen Hochdruckgürtel liegend ist es bei hohen Temperaturen weitgehend niederschlagsfrei. Die ganzjährige intensive Sonneneinstrahlung und der hohe Anteil ultravioletten Lichts sind ideale Voraussetzungen für die Solarenergie. Die Erträge liegen hier noch höher als im klassischen Sonnenland Kalifornien. Solarkollektoren erreichen z.B. eine Leistung von 700 Watt pro Quadratmeter. Den größten Teil dieses Sonnenparadieses nimmt der Bundesstaat Victoria ein.

Es ist also kaum verwunderlich, wenn die erste Anpassung der Solarstromvergütung an den börsengehandelten Strompreis aus dieser Ecke der Welt kommt. Die Regierung des Staates Victoria hat mit Wirkung vom 1. Januar 2013 die Einspeisevergütung auf 0,08 Australische Dollar (AUD) pro Kilowattstunde gesenkt. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromhandelspreis in Deutschland von 6,5 Cent pro Kilowattstunde.

Hohe Erträge und preiswerte Anlagen

Als Grund für die radikale Absenkung nannte der Energieminister des Staates Victoria, Michael O`Brian, das Missverhältnis zwischen den hohen Erträgen und den drastisch gesunkenen Investitionskosten. In Australien sind die Preise für Photovoltaikanlagen seit 2009 im Durchschnitt um zwei Drittel gesunken, und die Tendenz zeigt weiter abwärts.

Die Regierungskoalition fördert weiter die schadstoffarme Energieerzeugung, will aber ein faires Verhältnis unter den einzelnen Sparten herstellen. O`Brian, der in seinem Amt auch für den Verbraucherschutz zuständig ist, wies darauf hin, dass jeder Bürger die überhöhte Förderung des Solarstroms in seiner Energierechnung mit bezahle.

Die Kürzung der Förderung um fast 50 % aus dem Vorjahr von 0,6 AUD (0,49 Euro) pro Kilowattstunde auf 0,25 AUD (0,20 Euro) pro Kilowattstunde habe sich schnell als nicht ausreichend erwiesen. Der jetzige Schritt bedeutet sogar eine Absenkung um 68 %. Die Antragsfrist läuft zum 30.09.2012 aus. Alle vorherigen Vereinbarungen bleiben natürlich in mit ihren Regelungen über 15 Jahre bestehen.

In diesem Zusammenhang warf der liberale Minister der 2010 abgelösten Labour-Regierung einen unnötigen Kostenaufwand von 41 Millionen AUD vor, der nun bis 2024 die Stromrechnung der Bürger belaste. Allerdings beträgt dieser Mehraufwand, berechnet auf den einzelnen Bürger und pro Jahr, gerade einmal etwas über 7 AUD, also ca. 6 Euro.

Australien auf dem Vormarsch bei Erneuerbaren Energien – aber keine „Energiewende“

Die hervorragenden Bedingungen des Landes für Solarenergie wurden erst recht spät erschlossen. Als die Solarförderung 2008 in Australien startete, lag der Anteil alternativer Energien gerade einmal bei 5 %. 2009 beschloss deshalb die Regierung eine Steigerung dieses Anteils auf 20 % bis zum Jahr 2020. Da Australien in dieser Zeit mit einem Zuwachs von 30 % im Energieverbrauch rechnet, bleiben die traditionellen Kohlekraftwerke weiter die Hauptlieferanten.

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One Response to “„Faire Förderung“: Einspeisevergütung in Australien wird gekürzt”

  1. Solarförderung in Australien: Ab 2013 keine Solar-Kredite mehr Says:

    […] unterworfen, und wurde in den einzelnen Bundesstaaten unterschiedlich gehandhabt. Zuletzt waren rapide Absenkungen der Vergütung bis auf das Niveau des börsengehandelten Strompreises, zum Beispiel im liberal geführten […]

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