EEG 2014: Was sich geändert hat

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Energiewende

Bild © jonasginter – Fotolia.com

Nach mehr als zwei Jahren heißer Diskussion ist es nun endlich geschafft: Das Gesetz zu den Erneuerbaren Energien (EEG) ist in seiner den neuen Bedingungen angepassten Ausführung am 1. August 2014 in Kraft getreten. Die Photovoltaik stand meist im Fokus der Auseinandersetzungen. Nun stellen die meisten Anlagenbesitzer fest, dass die Änderungen gar nicht so gravierend sind – jedenfalls nicht für PVA mit einer Nennleistung unter 10 kWp.

 

Das ist die Mehrheit der bisher in Deutschland installierten 1,5 Millionen Photovoltaikanlagen, typisch für Eigenheimbesitzer und 4-Personen-Haushalte. Zur Kasse bittet der Gesetzgeber nur Besitzer von Anlagen mit höherer Kapazität, bietet im Gegenzug aber auch einige Erleichterungen.

Zweieinhalb Jahre Vorbereitungszeit

Dass viele Anlagenbetreiber die neue EEG-Fassung nicht als wirklich dramatisch betrachten, liegt aber auch am Gewöhnungseffekt, der seit der Senkung der Einspeisevergütung im Frühjahr 2012, der monatlichen Degression von 1 % und der prozentualen Begrenzung der Stromabnahme eingetreten ist. Mittlerweile werden die aktuell gezahlten 12,75 Cent pro selbst erzeugter Kilowattstunde nicht mehr als drastischer Absturz, sondern als das immerhin noch Vierfache des Strombörsenpreises empfunden. Die Degression beträgt nur noch 0,5 % und – oh Wunder – die Einspeisevergütung nimmt nun kaum merklich ab. Hier kommt dem Gesetzgeber der mathematische Trick entgegen, dass Weniger von Wenig ganz wenig ist. Solaranlagen sind dank negativer Modulpreisentwicklung weiter rentabel geblieben und der steigende Strompreis macht die solare Gesamtrechnung wieder schön. Probleme bekommen nur Grünstrom-Produzenten mit größeren Anlagen, die einen hohen Eigenverbrauch haben oder andere Abnehmer mit Energie versorgen.

EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch und Wegfall des Grünstrom-Privilegs

Anlagen über 10 kWp zahlen ab diesem Jahr 30 % der EEG-Umlage (derzeit 6,24 Cent pro kWh) auf ihren Eigenverbrauch. Ab 2016 steigt dieser Anteil auf 35 % an, im Jahr 2017 werden dann 40 % fällig.  Was sich auf den ersten Blick noch recht marginal ausnimmt, summiert sich im Lauf der Zeit doch sehr erheblich. Ein kleiner Gewerbebetrieb, der beispielsweise 40.000 kWh im Jahr aus seiner mittleren Solaranlage bezieht, zahlt bis zum Jahr 2020 mindestens 5.000 Euro mehr für den eigenen Strom. Da die EEG-Umlage sich eher erhöht als dass sie sinkt, können es auch leicht 6.000 Euro werden.

Wer seinen Strom aus einer mittleren Anlage bis 500 kWp komplett einspeist, bekommt dies zwar wieder zu 100 % vergütet, aber bereits 2016 sinkt die Berechtigungsgrenze auf 100 kWp. Dachanlagen in der Größenordnung von 10 bis 1.000 kWp, deren Installation im Zeitraum 1. April 2012 und 31. Juli 2014 erfolgte, erhalten zudem auch weiterhin höchstens 90 Prozent ihrer erzeugten Energie im Jahr vergütet.

Der Direktverkauf von Grünstrom wird um 2 Cent teurer, denn die um 2 Cent gekürzte EEG-Umlage für diese Produzenten fällt künftig weg.

Ab 2016 sind alle PVA über 100 kWp zur Direktvermarktung gezwungen. Ein Absinken der Einnahmen gegenüber der Einspeisevergütung wird jedoch durch die neue Marktprämie verhindert.

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2 Responses to “EEG 2014: Was sich geändert hat”

  1. Grüne fordern Korrektur am EEG Says:

    […] zum 1. August 2014 in Kraft getretene EEG-Novelle hat Neuerungen gebracht, an die sich Photovoltaikanlagen-Betreiber erst einmal gewöhnen müssen. […]

  2. Ausschreibungregelung für Freiflächenanlagen beschlossen Says:

    […] Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen wird schrittweise abgeschafft – so hat es die EEG-Reform im Sommer 2014 festgelegt. Ab Februar 2015 lernt die Branche nun die neue Förder-Verfahrensweise kennen. Das […]

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