Einspeisevergütung ab Januar 2015

New solar cells

Bild © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Die Zeiten stärkerer Ausschläge bei der Degression der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen sind endgültig vorbei. Nachdem die drastischen Senkungen 2012 und 2013 für einen erheblichen Rückgang bei der Neuinstallation von Photovoltaikanlagen gesorgt haben, sind die niedrigeren Kapazitäten im Verlauf des Jahres 2013 auch auf die Degression durchgeschlagen. Für die Monate Januar bis März 2015 gab die Bundesnetzagentur am 30.12.2014 eine Absenkung der Einspeisevergütung um 0,25 % jeweils zum Ersten des Monats bekannt.

Neuer Zubaukorridor – kein Problem

Selbst die Neufassung des Gesetzes zu den Erneuerbaren Energien im August 2014, die den Zielkorridor für den Photovoltaik-Zubau auf 2.400 MW bis 2.600 MW pro Jahr absenkte, hat sich nicht als zusätzliche Hürde erwiesen. Im Jahr 2014 blieb die Kapazität der neu installierten Anlagen unter 2 GW. Sie betrug 1.953 MW. Damit ist die deutsche Photovoltaik von den Zubau-Werten her zurück im Jahr 2008, als der Solarboom begann. Das aktuelle jährliche Kapazitäts-Wachstum macht nur noch ca. ein Viertel der Rekordwerte aus den Jahren 2010 bis 2012 aus. Diese bewegten sich zwischen 7,4 und 7,6 GW pro Jahr und betrugen mehr als das Doppelte des geplanten Zubaus. Was damals zu kräftigen Aufschlägen auf die Standard-Degression von 0,5 % führte, ist mittlerweile in das Gegenteil umgeschlagen. Da der Zubau der letzten 12 Monate deutlich unter den Werten des Zielkorridors blieb, steigt die Degression nur noch um die Hälfte der Vorgabe.

Die Höhe der Einspeisevergütung im 1. Quartal 2015

Mit geringerer prozentualer Absenkung von ohnehin stark gesunkenen Vergütungswerten fällt die Degression im 1. Quartal 2015 ausgesprochen moderat aus.

Für Solarstrom aus AufDach-Anlagen bis 10 kWp, die im Monat Januar an das Netz gehen, zahlt der Staat 12,56 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Betrag verringert sich im Februar und im März um jeweils drei Cent.

Bei entsprechenden Anlagen bis 40 kWp betragen diese Werte 12,22 Cent, 12,18 Cent und 12,15 Cent pro Kilowattstunde. Selbst die Vergütung für AufDach-Anlagen bis 500 kWp hält sich noch auf absehbare Zeit über 10 Cent pro kWh. Hier gibt es bei einer Inbetriebnahme der Anlage im Januar 10,92 Cent, im Februar 10,90 Cent und im März 10,87 Cent pro eingespeister kWh Solarstrom.

Die Anlagen auf Gebäuden, die nicht bewohnt werden, im Außenbereich und auf Freiflächen bis 500 kWp liegen da schon in der Vergütung deutlich niedriger. Gehen sie im Januar 2015 an das Netz, gibt es eine Einspeisevergütung von 8,70 Cent pro kWh. Im Februar sinkt dieser Wert auf 8,68 Cent und im März auf 8,65 Cent. Anlagen mit einer über Kapazität über 500 kWp unterliegen 2015 bereits der Direktvermarktung.

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