Photovoltaik in der Schweiz: Trotz hohem Potential sind die Erwartungen gedämpft

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Flag_of_Switzerland.svgSeit 2009 wird in der Schweiz die Photovoltaik gefördert, 2014 wurde der erste Gigawatt-Peak kumulierte Gesamtleistung erreicht. Damit liegt man in etwa gleichauf mit der anderen Alpenrepublik Österreich. Der Schweizer Solarverband „Swissolar“ monierte trotzdem auf der 13. Nationalen Photovoltaiktagung 2015 den zähen Fortgang der Entwicklung. Mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln ließen sich in diesem Jahr maximal 300 MW Leistung neu installieren, hieß es. Möglich wäre nach Ansicht des Verbandes ein jährlicher Kapazitätszubau von 500 MW. Generell ließe sich der Anteil der Photovoltaik am nationalen Strommix der Schweiz bis zum Jahr 2025 auf 20 % ausbauen. Allerdings müssten dazu einige Regelungen zum solaren Ausbau schneller greifen.

Beste Sonnen-Aussichten in der Schweiz

An guten Voraussetzungen für die Photovoltaik mangelt es den Eidgenossen nämlich nicht. In den Kantonen liegen die Solarerträge sogar noch 7% bis 15 % über dem Durchschnitt in Deutschland. Nördlich und südlich des 47. Breitengrades, der die Schweiz vollständig durchquert, herrschen durchweg bessere Sonneneinstrahlungswerte als in weiten Teilen der Bundesrepublik. Zwischen 1.000 und 1.500 Watt pro Quadratmeter gibt die Sonne jährlich an den Schweizer Boden ab, und in den Hochgebirgsregionen sind 2.000 bis 2.500 Sonnenstunden pro Jahr keine Seltenheit. Hier machen dezentrale Energieerzeugung und -versorgung sogar noch zusätzlichen wirtschaftlichen Sinn. Selbst die Dachflächen sind in der traditionellen Schweizer Bauweise besser geeignet für Solarmodule als anderswo. Mit weniger als 20 % der bestehenden Dachfläche, so rechnen die Experten von Swissolar vor, sind die anvisierten 20 % nationaler Solarstrom leicht zu erreichen.

Entwicklungsschub erst ab 2018?

Derzeit verlässt sich die Förderpolitik in der Schweiz noch sehr stark auf den Markt. Der gesunkene Preis für Solarmodule, die insgesamt um 70 % reduzierten Kosten für die Solarstromerzeugung im Vergleich zu 2009 und das Aufkommen der Speichertechnologie gelten den Verantwortlichen offenbar als Anreiz genug. Der Eigenverbrauch erhielt 2014 „Grünes Licht“, indem die Entkoppelung vom Stromnetz erlaubt wurde. Im Gegenzug senkte man aber auch die Einspeisetarife ab. Die Wirtschaftlichkeit des Solarstroms ist das oberste Ziel.

Ein offensiver Ausbau der Photovoltaik-Kapazitäten ist damit jedoch nicht zu machen. Swissolar hofft auf eine Regelung, wonach künftig Schweizer Bauherren mit ihren Neubauten auch sauberen Strom produzieren sollen. Die Vorbereitungen dazu seien auf dem Wege, könnten aber nicht vor 2018 greifen. Solange müssen sich die Schweizer Solar-Interessenten sogar sorgen, dass die KEV, die kostendeckende Einspeisevergütung, auch wirklich noch das halten kann, was sie verspricht. Wenn die KEV noch weiter absinkt, befürchten viele Experten, wäre auch die Refinanzierung der Kapitalinvestition in Solaranlagen nicht mehr im Zeitrahmen von 15 Jahren zu erreichen.

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