Einspeiseverguetung ab April 2015

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Solarförderung

Bild © Petair – Fotolia.com

Bei der Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen ist wieder Konstanz eingekehrt. Nach den turbulenten Jahren 2010 bis 2012 mit Photovoltaik-Zuwächsen von jährlich um die 7 GW und den damit verbundenen drastischen Senkungen der Einspeisvergütung hat sich Zubau an Solarstromkapazitäten in Deutschland wieder auf dem Stand von 2008 eingepegelt. Im Jahr 2014 gingen nur noch rund 1.900 MW neue Kapazität ans Netz. Damit wurde der geplante Zubaukorridor von jährlich 2.400 bis 2.600 MW unterschritten. Für den Vergleichszeitraum März 2014 bis Februar 2015 waren es sogar nur 1.811 MW. Diese Zahl ist für die Bundesnetzagentur die Grundlage der Berechnung der Einspeisevergütung für die Monate April, Mai und Juni 2015. Der generelle monatliche Absenkungssatz von 0,5 % verringert sich damit auf die Hälfte, nämlich auf 0,25 %.

Die PV-Vergütungssätze von April bis Juni 2015

Auf Grund der ohnehin stark geschrumpften Einspeisevergütung wirkt sich die monatliche Absenkung um 0,25 % nur noch sehr geringfügig aus. Für AufDachanlagen bis 10 kWp beträgt der Preisverlust im 2. „Solar-Quartal“ 2015 ganze 0,1 Cent. Bei den Anlagen bis 500 kWp sind es sogar nur 0,06 Cent. Geht man von einem gleichbleibendem Wachstum der Solarkapazitäten aus, ändert sich selbst die Zahl vor dem Komma das ganze Jahr nicht mehr.

Die Ausnahme sind die Anlagen zwischen 10 und 40 kWp. Hier wird der Vergütungssatz von 12 Cent pro kWh voraussichtlich im September unterschritten. Im April gibt es aber noch 12,12 Cent, im Mai 12,09 Cent und im Juni 12,06 Cent pro eingespeister kWh.

Den höchsten Vergütungssatz erzielen die Anlagen bis 10 kWp, und zwar im April mit 12,47 Cent, im Mai mit 12,43 Cent und im Juni mit 12,40 Cent pro kWh.

Mittlere und große AufDach-Anlagen von 40 bi 500 kWp erhalten im April 2015 immerhin noch 10,84 Cent, im Mai 10,82 Cent und im Juni 10,79 Cent auf jede selbst erzeugte und eingespeiste Kilowattstunde.

Selbst Freiflächenanlagen bis 500 kWp erbringen als Vergütung weiter mehr als das Doppelte des börsengehandelten Strompreises: im April 8,63 Cent, im Mai 8,61 Cent und im Juni 8,59 Cent pro kWh.

Wird der Solardeckel bis 2018 überhaupt erreicht?

52 GW hat die Bundesregierung als Deckel der Solarförderung festgelegt. Mit insgesamt 38 GW installierter Solarstromleistung ist Deutschland 2014 im Zuwachs deutlich ausgebremst worden. Der planmäßige Zubaukorridor hätte das Erreichen des Limits auf 2018 terminiert. Seine deutliche Unterschreitung könnte rein rechnerisch eine Verlängerung der Einspeisevergütung über 2020 hinaus bewirken. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Speichertechnik wieder für einen Aufschwung im Kapazitätszubau sorgen wird und die Energiepolitik das Ziel der Selbstvermarktung noch vor dem Beginn des nächsten Jahrzehnts erreicht.

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One Response to “Einspeiseverguetung ab April 2015”

  1. Photovoltaik-Speicher: Eigenverbrauch wird immer attraktiver Says:

    […] sich auch in rückläufigen Verkaufszahlen aus. Mit der gegenüber 2011 um die Hälfte reduzierten Einspeisevergütung wurde die Investition in eine Solaranlage vom cleveren Rendite-Modell zur langwierigen […]

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