Trotz sinkender Einspeisevergütung: Solaranlagen lohnen sich noch

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Solarmodule und Strommast mit Leitungen

Bild © visdia – Fotolia.com

Der Photovoltaik-Zubau auf deutschen Dächern ist rückläufig. Nachdem die Einspeisevergütung auf Werte zwischen 10 und 12 Cent pro Kilowattstunde abgesunken ist, sind offenbar immer weniger Hausbesitzer am alternativen Strom aus der Sonne interessiert. Von 2012 bis 2014 halbierte sich die Leistung der neu installierten Solarstromanlagen in jedem Folgejahr – grob gerechnet. Aber auch bei einigen Prozenten mehr oder weniger bleibt das Ergebnis ernüchternd gegenüber den Boom-Jahren der Photovoltaik. Um heute eine Rendite von 10 % für eine Solaranlage (berechnet auf 20 Jahre) zu erzielen, dürften die Kosten pro kWh inkl. Montage) 1.300 Euro nicht überschreiten und keine Versicherungs-, Wartungs- oder Reparaturkosten sowie Steuern anfallen. All dies ist in der Regel nicht der Fall. Trotzdem steht die Photovoltaik vor dem nächsten Boom.

Neue Gewichtung im Kosten-Nutzen-Verhältnis

Denn die garantierte Abnahme des selbst produzierten Stroms zu festgelegten Preisen ist nur die eine Seite der Sonnenstrom-Medaille. Die andere ist der Eigenverbrauch. Selbst in den besten Einnahmejahren für Solarstromanalagen mussten doch die Kosten für den Eigenverbrauch gegengerechnet werden. Und die sind seit dem Jahr 2001 ständig gestiegen. Schon als die Stromkosten 2013 die Höhe der Einspeisevergütung pro kWh überschritten, hatte das Stromliefer-Modell eigentlich ausgedient.

Den selbst erzeugten Strom selbst nutzen – das ist das neue Renditemodell.
Mit den extrem gesunkenen Preisen für Solarmodule (seit 2010 um rund zwei Drittel) lässt sich Solarstrom heute für 11 bis 14 Cent pro kWh selbst produzieren. Wer den Strom von einem Versorger bezieht, zahlt durchschnittlich das Doppelte. 50 % Gewinn – das hört sich schon ganz anders an. Und der Strompreis wird weiter steigen, darin sind sich die Experten von EU bis Deutschland einig. Die Zeitschrift „Finanztest“ hat ausgerechnet, dass selbst bei nur 30 % Eigenverbrauch 4 % Rendite „drin sind“.

Solarspeicher – der Schlüssel zum Erfolg

Dafür müsste der selbst produzierte Strom allerdings auch immer dann zur Verfügung stehen, wenn die Sonne nicht scheint. Das große Problem der Speicherfähigkeit aber ist auf dem besten Wege der Lösung. Seit 2013 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Solarspeicher mit bis zu 660 Euro pro kWh Speichervolumen. Noch sind die Preise für die neue Technologie hoch, aber auch sie beginnen zu sinken. Es scheint also eher so, dass sich die Solar-Interessenten mit dem Photovoltaik-Zubau (noch) zurückhalten, um dann vehement auf den Zug der Zeit namens Solarspeicher aufzuspringen. Die sinkende Preisentwicklung analog der Solarmodule ist absehbar. Das schnelle Einsteigen lohnt sich trotzdem: Dann können noch sämtliche existierende Fördervarianten „mitgenommen“ werden, ehe sie durch die komplette Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik überflüssig werden.

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